Grundlagen des Trainings

Im Sprechen drückt sich die Persönlichkeit des Menschen aus. Stimmarbeit ist deshalb immer auch Auseinandersetzung mit dem ganzen Menschen!

Das Training beruht auf Wissen und Erfahrung aus:

  • Sprecherzieher-Studium
  • Magister-Studium (Soziologie, Germanistik, Geschichte)
  • Journalistischer Praxis beim WDR-Radio, Köln
  • Universitäts – Dozententätigkeit
  • Einzeltraining

Didaktik
Die Trainings- und Unterrichtseinheiten sind praxisorientiert. Im Vordergrund steht das Ausprobieren, Üben, Entdecken und Neugestalten. Das Vorgehen ist insgesamt theoriegeleitet, aber der praktische Teil überwiegt. Beim Feedback sind Audio- und
Videoaufnahmen möglich, damit Sie einen Eindruck von Ihrem Fortschritt bekommen.
Übungen und Methoden passen sich flexibel Ihren Themen und Anliegen an. So kann z.B. im Bereich Atmung mit der Methode AAP (Atemrhythmisch angepaßte Phonation) oder Schlaffhorst-Andersen geübt werden, im Bereich Präsenz können Anregungen aus dem Schauspiel (z.B. von Boal und Ritter) weiterhelfen und beim Textsprechen liefert z.B. die Sprechwissenschaft Ideen für das Training. Je nach Ihren Anliegen und Interessen ergeben sich andere Ausgangspunkte und Übungsmöglichkeiten, bis Ihr persönlicher Zugang entdeckt ist.

Stimme
Der Ansatz im Bereich “Stimme” ist ganzheitlich. Stimmarbeit ist immer auch Körperarbeit und beinhaltet, sich mit der Wahrnehmung und dem Einsatz des eigenen Körpers beim Sprechen auseinander zu setzen. Dabei geht es nicht um “richtig” oder “falsch”, sondern um den reflektieren Einsatz Ihrer Mittel.

Präsentation, Rhetorik, Gespräch
Dem Bereich “Rhetorik und Gespräch” liegt ein dialogisches Kommunikationskonzept zugrunde, wie es z.B. Elmar Bartsch und Hellmut Geißner für die Sprecherziehung formuliert haben. Es geht darum, die Kommunikation so zu gestalten, dass die beteiligten Gesprächspartner mit ihren unterschiedlichen Interessen zu einem Ergebnis kommen, das alle Beteiligten tragen und verantworten können. Im Vordergrund steht hierbei die “Überzeugung”, so dass bloße “Überredungsstrategien” und “manipulative Tricks” ausgeschlossen sind.

Radio
Das Handwerk, das hier vermittelt wird, läßt sich auch auf  den Podcast-Bereich übertragen.
Dem Bereich “RadioTraining” liegt sowohl ein journalistischer als auch ein sprecherischer Ansatz zugrunde, verknüpft mit dem Ansatz “Learning by doing”. Wie können Programm und Inhalte so gestaltet werden, dass das Zielpublikum gerne zuhört und darüber hinaus noch einen Mehrwert hat?

Thematisch ist alles möglich: Von der Moderation für junge Hörer bis hin zum Kultursender, von der bunten Moderation bis hin zum Kommentar. Das Seminar lebt vom Ausprobieren und Gestalten: Texte schreiben, zielgruppenspezifisch umsetzen und für Hörer moderieren.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Sprechweise und Präsentation. Ziel ist der Moderator, der sich gut vorbereitet hat und trotzdem live klingt. Bei allem Ausprobieren geht es auch darum, für das akustische Medium Radio sensibler zu werden und die eigene Hörfähigkeit zu verbessern, denn Radio geht bekanntlich ins Ohr.

Bedeutung des Inhalts für die Präsentation
Erster Ansatzpunkt ist der Inhalt: Was möchten Sie mitteilen, was ist Ihre Aussage?
Natürlich ist eine souveräne, überzeugende und ansprechende Präsentation enorm wichtig aber im zweiten Schritt. Erster Anlaufpunkt ist die Mitteilung. Wenn inhaltlich alle Punkte geklärt sind, erfolgt der nächste Schritt und die Überlegung, wie und in welcher Form dieser spezielle Inhalt transportiert werden kann. Erst durch diese gedankliche Klärung ergibt sich eine harmonische Einheit von Inhalt, Form und Präsentation.

“Philosophie” des Trainings
In der Kommunikation schwingen, meist unbewusst, Annahmen über die andere Person mit. Diese Haltungen beeinflussen die Art wie Gespräche geführt werden. Ob ein produktives Gesprächsklima entstehen kann, hängt demnach auch von der Einstellung zur anderen Person ab. Wenn angenommen wird, dass Menschen generell als “soziale und gute” Wesen geboren werden, spiegelt sich das auch im Gesprächsverhalten.

Dieses ist dann geprägt von:

  • Respekt
  • Achtung
  • Wertschätzung und Ernsthaftigkeit

Gesprächspartner können nur dann gemeinsam konstruktive Lösungen entwickeln, wenn sie eine positive Beziehungsebene zueinander haben. Selbstverständlich schließt das nicht aus, dass es auch Gespräche geben kann, die keinen partnerschaftlichen Boden haben. Nicht jedes Gespräch endet einvernehmlich oder muss zu Ende geführt werden.

Entwicklung
Unsere Identität ist kein starres, unveränderliches Fixum, sondern bildet sich in verschiedenen Situationen jeweils neu heraus. Der Mensch definiert sich als soziales Wesen über die Auseinandersetzung mit anderen. Damit wird die Interaktion zu einem wesentlichen und wichtigen Bestandteil der Identitätsbildung des Menschen. Die Persönlichkeit findet in und über Kommunikation ihren Ausdruck.

Das menschliche Leben ist offen und beinhaltet Möglichkeiten der Gestaltung und Veränderung. Jeder Mensch ist verantwortlich für sein eigenes Handeln und hat zur Gestaltung des Lebens verschiedene Optionen. Über die Auseinandersetzung mit den Wahlmöglichkeiten kann der Mensch sich seiner Selbst bewusst werden, durch das Treffen seiner Wahl den eigenen Weg finden. Durch innere Klarheit ist der Weg offen für äußere Souveränität.

Ethik
Als Mitglied des Berufsverbandes DGSS (Deutsche Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung) teile ich die Grundsätze, die die DGSS für das Miteinander im Training formuliert und veröffentlicht hat. Die Basis ist ein respektvoller, wertschätzender und konstruktiver Umgang miteinander.
https://www.dgss.de/verein/leitbild